Besuch beim Fanprojekt Cottbus in der Kickerstube

Kategorie: Neuigkeiten
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. August 2017 13:34
Veröffentlicht am Dienstag, 01. August 2017 13:31

(Foto: Bürgerbüro MdB Freese Cottbus, Michael Heger)

Am Montag habe ich  das „Fanprojekt Cottbus“ in der Kickerstube besucht. Nach einer kurzen Präsentation zur dortigen Arbeit durch Fanprojekt-Leiter Martin Bock  und Sven Graupner gab es die Möglichkeit zum Gedankenaustausch über die hervorragende und erfolgreiche Arbeit im Präventivbereich der Sozialarbeiter  und -pädagogen des Jugendhilfe Cottbus e.V..

(Foto: Bürgerbüro MdB Freese Cottbus, Michael Heger)Die Mischung aus Betreuung von Fußballfans und offener Jugendarbeit macht diese Einrichtung, die jeden Tag in der Woche ab 13 Uhr geöffnet hat, bedeutsam in der Arbeit gegen negative Strukturen innerhalb der Fanszene. Dieser gute Draht zu den Fans aller Altersgruppen und Gruppierungen machen die Mitarbeiter des Fanprojekts zu einem Bindeglied zwischen ihnen, dem Verein und den Behörden.

Zur Zeit wird das Projekt durch die Stadt Cottbus mit 105 000 Euro im Jahr, des Landes mit 45 000 Euro und einem Zuschuss des DFB in Höhe von 145 000 Euro finanziert. Meldungen aus dem Cottbuser Rathaus beunruhigen Jugendhilfe-Chef Jörn Meyer, der während des Gespräches die Sorge äußerte, bei Kürzungen der Stadt und bei gleichzeitiger Kürzung des DFB könne das bisherige Angebot nicht aufrecht erhalten werden.

FCE-Vizepräsident Werner Fahle, der auch an dem Termin in der Kickerstube teilnahm, war von der Arbeit des Fanprojekts sehr angetan. Meine Bitte an ihn ist, doch – weil Energe Cottbus ein wichtiger Werbeträge für diese Stadt und diese Region ist – auf Oberbürgermeister Holger Kelch, der gleichzeitig FCE-Verwaltungsratsmitglied ist, einzuwirken, dass die beabsichtigten Kürzungen, die auch Kürzungen der Kofinanzierung durch den DFB bedeuten würde, unterlässt.

Allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fanprojekts danke ich für ihre gute und wichtige Arbeit. In Zeiten der Vereinnahmung des heimischen Fußballs durch eine kleine aber gewaltbereite Gruppe sogenannter Fans, die nicht nur für Randale sondern für brutale Straftaten stehen, ist es für den Verein und seinen Ruf besonders wichtig, dass es die gute Arbeit von Einrichtungen wie der Kickerstube und das Fanprojektes gibt und aufrecht erhalten werden. Es ist wichtig zu zeigen, dass die wahren Fans des FC Energie Cottbus aus Spaß am Fußball ins Stadion gehen, und nichts mit rechtspopulistischer Gewalt und politischen Vereinnahmung zu tun haben. Die Gewalttäter gehören nicht ins Stadion, sondern ins Gefängnis!

(Foto: Bürgerbüro MdB Freese Cottbus, Michael Heger)Natürlich wurde es am Nachmittag dann auch noch sportlich: Bei einer gemeinsamen Kickerrunde mit Jugendlichen und Jugendhilfe-Chef Meyer und einem anschließenden kurzen Tischtennismatch kam ich dann – nicht nur durch die heißen sommerlichen Temperaturen – doch noch ins Schwitzen…

Ein Wiedersehen findet schon in der nächsten Woche beim „Ferienspaß im Strombad“ des Fanprojekts mit Kindern und Jugendlichen beim gemeinsamen Grillen statt. Und für die „Pokalrevanche“ den VfB Stuttgart habe ich für die Jugendlichen 12 Eintrittskarten fürs Stadion der Freundschaft gesponsert, die während des Feriencamps verlost werden.